Mochi befindet sich nicht in unserem Tierheim.
2022 kam Mochi zu mir. Ein Kollege fand sie abgemagert und verwirrt auf der Straße. Er konnte sie selbst nicht behalten und wusste, dass ich eine Katze aufnehmen möchte – so kam sie zu mir. Sie war aufgeschlossen, aß und suchte Nähe. Jedoch war der erste gemeinsame Morgen anders als erwartet. Während sie auf mir lag und ich sie ein wenig streichelte, biss sie einmal stark in mein Handgelenk. Ich war überrascht und dachte mir noch nicht viel dabei, es war schließlich die erste Nacht, alles war neu, wir kannten uns noch nicht, vielleicht tat ihr etwas weh oder sie war von der neuen Umgebung überfordert.
Drei Jahre später kann ich sagen… das Beißverhalten ist konstant geblieben und ich habe alles, wirklich alles mir Erdenkliche getan, um die Katze zu verstehen und ihr mein Bestmögliches zu geben, was Bedürfniserfüllung angeht. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, dass ich eine Angst entwickelt habe, die bis ins Unterbewusstsein gedrungen ist,… zuhause sein bedeutet, Angst zu haben unaufmerksam zu sein und gebissen zu werden. Ich kann nicht vorm Spiegel stehen, ohne Angst zu haben, dass sie sich anschleicht und mich beißt. Mir begegnen Katzen auf der Straße und wenn sie auf mich zugehen, auf meine Beine zugehen, habe ich Angst. Mochi beißt, wenn sie mit etwas unzufrieden ist. Meist ist es abwendbar mit Kommunikation, einem Kissen zwischen uns oder einer Aufmerksamkeitsablenkung. Aber natürlich gibt es unaufmerksame Momente, wo man die Katze einmal nicht beobachtet… und dann passiert es. Ich liebe die Katze, sie ist abseits des Beißens eine tolle Katze… Aber vielleicht können wir Mochi einfach nicht das bieten, was sie braucht und vielleicht wartet woanders ein Zuhause auf sie, wo sie besser aufgehoben ist (vielleicht mit Freigang mit Revier zum abgehen – auch wenn sie eine Schönwetterkatze ist…) Es wurden bereits eine Verhaltensberaterin und Tierärzte hinzugezogen – ohne Besserung des Verhaltens.
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