Mochi

Mochi befindet sich nicht in unserem Tierheim.
2022 kam Mochi zu mir. Ein Kollege fand sie abgemagert und verwirrt auf der Straße. Er konnte sie selbst nicht behalten und wusste, dass ich eine Katze aufnehmen möchte – so kam sie zu mir. Sie war aufgeschlossen, aß und suchte Nähe. Jedoch war der erste gemeinsame Morgen anders als erwartet. Während sie auf mir lag und ich sie ein wenig streichelte, biss sie einmal stark in mein Handgelenk. Ich war überrascht und dachte mir noch nicht viel dabei, es war schließlich die erste Nacht, alles war neu, wir kannten uns noch nicht, vielleicht tat ihr etwas weh oder sie war von der neuen Umgebung überfordert.
Drei Jahre später kann ich sagen, das Beißverhalten ist konstant geblieben. Mochi beißt, wenn sie mit etwas unzufrieden ist. Meist ist es abwendbar mit Kommunikation, einem Kissen zwischen uns oder einer Aufmerksamkeitsablenkung. Aber natürlich gibt es unaufmerksame Momente, wo man die Katze einmal nicht beobachtet… und dann passiert es manchmal. Ein kräftiger Biss in Arm oder Bein. Wir haben ihren Tierarzt und eine Katzenverhaltenstherapeutin zu Rate gezogen und vermuten, dass sie ein Revier etwas außerhalb einer Stadt im Freien benötigt, um mehr Auslastung zu haben. Sie ist abseits des Beißens eine tolle Katze. Sie lässt uns 8h schlafen, sie kommuniziert ihre Bedürfnisse und führt uns zu Balkon oder Essen, sie lässt Pflanzen und Möbel ganz (außer Katzengrasähnliche Pflanzen und geschlossene Kleiderschränke – da würde sie gern rein). Wir hoffen ein Zuhause zu finden, indem sie Menschen mit viel Geduld und Hingabe findet, die sie verstehen wollen und ihr eine bessere Umgebung bieten können, als wir zur Zeit.
Wenn ihr euch angesprochen fühlt, meldet euch gern.
vermittlung4mochi@gmx.de